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Stevia: alles über den natürlichen Süßstoff
Zwei- bis dreihundertmal süßer als Zucker, null Kalorien, und das alles dank eines kleinen grünen Blattes, das in Südamerika seit Jahrhunderten angebaut wird: Stevia macht neugierig. Hier ist alles, was Sie wissen müssen, um sie gut auszuwählen und im Alltag richtig einzusetzen. 🌿

Was ist Stevia?
Die Stevia (Stevia rebaudiana) ist eine Pflanze aus Paraguay und Brasilien, wo die Guaraní ihre Blätter kauten, um Getränke und Aufgüsse zu süßen, lange bevor der raffinierte Zucker kam. Ihre Süßkraft stammt von Molekülen, die natürlicherweise im Blatt stecken, den Steviolglycosiden (vor allem Steviosid und Rebaudiosid A), deren Intensität die von Haushaltszucker um das 200- bis 300-Fache übertrifft.
Die direkte Folge dieser Kraft: Man braucht nur sehr kleine Mengen, und ihr Kaloriengehalt ist gleich null. Ein weiterer Pluspunkt: Für Stevia gilt in Europa ein strenger rechtlicher Rahmen – gereinigte Steviolglycoside sind in der Europäischen Union seit 2011 zugelassen. Wir sind hier also weit von synthetischen Süßstoffen entfernt: Alles beginnt mit einem Blatt.

Stevia, Zucker, Honig, Agave: der Vergleich
Damit Sie zwischen den wichtigsten Arten zu süßen den Überblick behalten, hier der Vergleich von Stevia mit Zucker, Honig und Agavendicksaft.
| Süßungsmittel | Süßkraft | Kalorien /100 g | Herkunft | In der Küche |
|---|---|---|---|---|
| Stevia | ×200 bis 300 | ≈ 0 kcal | Blatt (Südamerika) | Getränke, Joghurt, Backwaren |
| Weißer Zucker | Referenz (×1) | ≈ 400 kcal | Rübe / Zuckerrohr | Für alles |
| Honig | ×1,1 bis 1,5 | ≈ 320 kcal | Bienenstock | Brot, Aufgüsse |
| Agavendicksaft | ×1,2 bis 1,4 | ≈ 310 kcal | Kaktus (Agave) | Kalte Getränke, Desserts |
Der große Unterschied springt ins Auge: Während Zucker, Honig und Agave alle rund 300 bis 400 kcal liefern, süßt Stevia … ohne die Kalorien. Genau das macht sie zu einer guten Verbündeten, um im Alltag Zucker zu reduzieren , ohne auf den süßen Geschmack zu verzichten.
Welche Stevia wählen? Drei Formate, drei Anwendungen
Stevia gibt es in mehreren Formen. Jede hat ihr eigenes Feld:
Unser kleiner Tipp aus dem Laden: Wenn Sie neu dabei sind, ist derflüssige Extrakt am einfachsten zu dosieren (ein Tropfen zu viel, und es wird schnell sehr süß!). Zum Backen verhält sich das kristallisierte Pulver am ehesten wie Zucker. Und für Puristen geht nichts über das reine Blattpulver, mit dem pflanzlichsten Geschmack.
🧠 Stevia: richtig oder falsch?
Testen Sie Ihr Wissen – klicken Sie, um die Antwort zu sehen.
1. Stevia ist ein chemisch-synthetischer Süßstoff.
Falsch. Stevia ist eine Pflanze: Die Süßkraft kommt direkt aus den Blättern von Stevia rebaudiana, anders als bei synthetischen Süßstoffen, die im Labor hergestellt werden.
2. Man braucht viel Stevia, um so süß zu sein wie Zucker.
Falsch. Es ist sogar umgekehrt: Da sie 200- bis 300-mal süßer ist, genügt eine Messerspitze. Deshalb ist genaues Dosieren so wichtig.
3. Stevia liefert ungefähr so viele Kalorien wie Zucker.
Falsch. Ihre reine Süßkraft liefert praktisch keine Kalorien, während Zucker etwa 400 pro 100 g mitbringt.
4. Man kann mit Stevia kochen und backen.
Richtig. Vor allem mit dem kristallisierten Pulver, das sich wie Zucker dosieren lässt. Das Ergebnis ist nicht immer identisch (Zucker wirkt auch auf die Textur), aber es geht durchaus.
5. Stevia ist in Europa zugelassen.
Richtig. Gereinigte Steviolglycoside sind in der Europäischen Union seit 2011 zugelassen.
Unsere Tipps zum Kochen mit Stevia
Stevia schmeckt etwas anders als Zucker, mit manchmal einer feinen Note, die an Lakritz erinnert. Ein paar Kniffe, um sie zu zähmen: Beginnen Sie mit kleinen Mengen und tasten Sie sich heran, mischen Sie sie mit anderen Aromen (Vanille, Zimt, Kakao), die den Geschmack abrunden, und setzen Sie sie zuerst in Getränken und Joghurtein, wo sie sich bestens einfügt. Beim Backen sollten Sie bedenken, dass Zucker auch Volumen und Saftigkeit bringt: Am besten gelingt es oft, wenn man nur einen Teil des Zuckers ersetzt.
Häufige Fragen zu Stevia
Hat Stevia einen besonderen Geschmack?
Ja, einen leichten Nachgeschmack, den manche mit Lakritz vergleichen, je nach Extrakt mehr oder weniger ausgeprägt. Stevia-Produkte mit viel Rebaudiosid A schmecken in der Regel am neutralsten.
Kann man damit backen?
Durchaus, am besten mit dem kristallisierten Pulver, das sich wie Zucker dosieren lässt. Bei Kuchen ergibt es oft eine bessere Textur, wenn man nur einen Teil des Zuckers ersetzt.
Ist Stevia wirklich natürlich?
Die Süßkraft kommt tatsächlich aus dem Steviablatt. Je nach Produkt findet man reines getrocknetes Blatt oder extrahierte und gereinigte Steviolglycoside: In jedem Fall ist der Ursprung pflanzlich.
Hält sich Stevia lange?
Ja. Ob als Pulver oder als flüssiger Extrakt, sie hält sich vor Licht und Feuchtigkeit geschützt sehr lange. Da man sie in sehr kleinen Mengen verwendet, reicht eine Packung in der Regel monatelang.
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Herba Barona – Nahrungsergänzungsmittel und Naturprodukte, in Paris seit 2006. 🌿