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Das Fett, das Ihr Körper nicht herstellen kann
Folge auf Französisch. Den vollständigen Text lesen Sie unten auf Deutsch.

Der Text der Folge
Willkommen bei Herba Barona, Ihrem Geschäft für Nahrungsergänzungsmittel in Paris. Jede Folge erzählt die Geschichte eines Produkts, das man kaum kennt, und Sie nehmen eine Sache mit nach Hause. Heute: die Omega-3-Fettsäuren. Und zum Einstieg eine verstörende Wahrheit: Es gibt Fette, die Ihr Körper unbedingt braucht — und die er nicht herstellen kann.
Zwei essentielle Fette
Das ist selten im menschlichen Körper. Fast überall sonst behilft er sich: Er wandelt um, er recycelt, er baut zusammen. Aber hier hilft nichts, der Maschine fehlt das Werkzeug. Man nennt sie essentielle Fettsäuren, und es sind zwei, auf die das zutrifft: die Omega-6- und die Omega-3-Fettsäuren. Warum spricht dann alle Welt nur von Omega 3? Weil der moderne Teller vor Omega 6 überquillt: industrielle Pflanzenöle, verarbeitete Produkte — davon haben wir weit mehr als nötig. Die Omega-3-Fettsäuren dagegen sind von unseren Tellern fast verschwunden. Das ganze Thema steckt in diesem Ungleichgewicht: Die Waage hat sich zu einer Seite geneigt, und die andere Schale muss wieder gefüllt werden.

Das Etikett lesen: ALA, EPA, DHA
Und hier muss man lernen, ein Etikett zu lesen, denn die Omega-3-Fettsäuren selbst teilen sich in zwei Welten. Zuerst die pflanzliche Welt: Leinsamen, Raps, Walnüsse, Chiasamen. Ihr Omega 3 heißt ALA. Es ist wertvoll — hat aber einen Haken, den kaum jemand kennt: Es ist nicht die Form, die Ihr Körper verwendet. Um sie zu nutzen, muss er sie erst in EPA und DHA umwandeln, die beiden aktiven Formen. Und diese Umwandlung ist offen gesagt schlecht: Nur ein paar Prozent kommen am Ende des Weges an. Eine Handvoll Walnüsse ist ausgezeichnet; aber zu glauben, sie ersetze den Fisch, ist wohl der verbreitetste Irrtum im ganzen Regal. Die marine Welt dagegen liefert EPA und DHA fertig, direkt verwertbar: Sardinen, Makrele, Hering — die fetten Fische der einfachen Tage, die unsere Großeltern gegessen haben. Und die Nachkriegskinder erinnern sich alle an den berühmten Löffel Lebertran am Morgen, an dieses tägliche Gesicht. Man darf darüber lächeln. Aber unsere Großmütter hatten, ohne es zu wissen, etwas Richtiges in der Hand.
Das Gehirn, ein fettes Organ
Warum ist das so wichtig? Folgen Sie mir eine Sekunde ins Gehirn. Es ist das fetteste Organ Ihres Körpers: Ein großer Teil seiner Substanz besteht aus Lipiden. Und unter diesen Fetten gibt es eines, nach dem das Gehirn ganz besonders verlangt: DHA. Es setzt sich in die Membran Ihrer Nervenzellen selbst — es gehört buchstäblich zu den Mauern des Hauses. Auch die Netzhaut Ihrer Augen ist voll davon. Und EPA arbeitet seinerseits für das Herz. Das sind keine Verkäuferversprechen: DHA trägt zur Erhaltung der normalen Gehirnfunktion und der normalen Sehkraft bei, EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei — das sind die in Europa offiziell anerkannten Formulierungen. Und darüber hinaus schaut die Forschung sehr genau auf diese Fette der Ruhe: das nervliche Gleichgewicht, die Gelassenheit, die geistige Klarheit. Es ist kein Zufall, dass man sie manchmal die Nahrung des Gehirns nennt.
Warum nicht einfach Fisch?
Und dann die Frage, die uns im Laden oft gestellt wird: Warum nicht einfach Fisch essen? Das ist doch die beste Antwort! Wenn Sie zwei- bis dreimal pro Woche Sardinen oder Makrele essen, machen Sie genau das Richtige — machen Sie weiter, und behalten Sie Ihr Geld. Die Kapsel ist nicht dazu da, den idealen Teller zu ersetzen. Sie ist für das wirkliche Leben da: das, in dem fetter Fisch einmal im Monat vorkommt, in dem die Kinder ihn nicht mögen, in dem man nicht mehr recht weiß, was man kochen soll. Genau das ist eine Basis-Ergänzung: das Sicherheitsnetz für die gewöhnlichen Wochen.
Das richtige Öl wählen
Ein Wort zur richtigen Wahl, und es gilt für alle Marken. Diese Fette sind lebendig, empfindlich: Hitze und Licht setzen ihnen zu, wie einem Öl, das im Schrank ranzig wird. Ein Fischöl, das stark nach Fisch riecht, ist ein müdes Öl — dieser Geruch ist nicht normal, er ist ein Signal. Schauen Sie auch, woher es kommt: eher kleine Fische als große, die Schwermetalle anreichern, oder ein gereinigtes und Charge für Charge kontrolliertes Öl. Und zu Hause: kühl und vor Licht geschützt aufbewahren.
Was Sie heute mitnehmen: Ihr Körper stellt Omega 3 nicht selbst her — und nicht jedes Omega 3 ist gleich. Das Pflanzliche liefert ALA, das sich schlecht umwandelt. Das Marine liefert EPA und DHA, die direkten Formen, auf die Ihr Gehirn und Ihr Herz warten. Jetzt können Sie das Etikett lesen. Und denken Sie an das Zeichen, das nie täuscht: Ein gutes Fischöl riecht nicht nach Fisch.
Das war eine Folge des Podcasts Herba Barona, aufgenommen in Paris. Bis bald.